747.600 Menschen können nicht irren

747.600 Menschen können nicht irren

Das GRIPS-Erfolgsmusical „Linie 1“ kann man nicht oft genug sehen – das denke anscheinend nicht nur ich, sondern auch viele andere Menschen. Wie sonst wäre es zu erklären, dass heute schon die 1.869. Vorführung im GRIPS Theater am Hansaplatz gezeigt wurde? Gehen wir von einem immer ausverkauften Haus aus – denn leere Plätze habe ich bei diesem Stück noch nicht gesehen -, haben bereits 747.600 Menschen das Berlin-Musical von Volker Ludwig und Birger Heymann gesehen.

„Linie 1“ ist für mich der perfekte Auftakt eines Theaterjahres: Ein schwungvolles Ensemble mit immer wieder neuen Ideen und rasanten Kostümwechseln, eine historische Berlin-Thematik, witzige Choreografien zur Ohrwurm-Musik, eine tolle Band und ein wandlungsfähiges, authentisch wirkendes U-Bahn-Bühnenbild – da bleiben keine Wünsche offen. Heute war schön zu beobachten, wie gut die Urgesteine der „Linie 1“ – allen voran der 78-jährige Dietrich Lehmann (Respekt!) – mit den Neuzugängen des Ensembles zusammenspielen und „Berlin-Klassiker“ von 1986 immer wieder neuen Schwung verleihen.

„Wem würden Sie das Stück weiterempfehlen?“ fragte das GRIPS Theater im Anschluss an die Vorstellung mit einem Fragebogen. Meine Antwort: „Allen meinen Freunden – und jedem, der gerne ins Theater geht!“

Die morgige Vorführung ist ausverkauft, aber für den 1., 2. und 3. Februar gibt es noch Karten. Ich habe gerade gezählt: Noch 27-mal wird „Linie 1“ in dieser Spielzeit zu sehen sein. Die 1.900 wird also erst im Herbst erreicht, wenn das GRIPS auch sein 50-jähriges Bestehen gefeiert hat. Dies geschieht offenbar nicht mit einer Einzelveranstaltung, sondern mit einer gesamten Jubiläumsspielzeit. Umso besser – dann haben alle was davon!


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Autor: Elke Brumm

Elke Brumm ist das dienstälteste Schattenlicht. Bei der allerersten Aufführung im Weihnachtsgottesdienst 1985 in der Pauluskirche war sie noch Zuschauerin, aber schon beim zweiten Stück war sie aktiv dabei - und ist es bis heute geblieben. Neben den spielerischen Aktivitäten ist Elke Brumm das organisatorische Rückgrat der Schattenlichter; die studierte Theaterwissenschaftlerin und Germanistin (FU Berlin) macht für die Schattenlichter auch die Pressearbeit und die Programmhefte. Seit 2015 schreibt sie ungefähr einmal monatlich einen Theater-Tipp für den Freundeskreis der Schattenlichter, denn da die Schattenlichter immer nur im Februar spielen, muss man schließlich auch im restlichen Jahr wissen, wo man kurzweilige und inspirierende Theaterabende verbringen kann.

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