Schattenlichter feiern Premiere in Zehlendorf


Aus: facebook.com/Zehlendorfaktuell
Autor: Carsten Scheibe (22.02.2019)

Dieses und weitere 18 Fotos der gestrigen Theaterpremiere veröffentlicht Carsten Scheibe auf der Facebook-Seite von „Zehlendorf aktuell“

Au weia, das klingt nach Zoff. Die Schattenlichter feierten gestern Premiere. Die Schauspielertruppe führte ihr 37. Stück auf. Es ist von Lutz Hübner, der auch „Frau Müller muss weg“ geschrieben hat. Das neue Stück heißt „Richtfest“. Eine wilde Mischung aus verschiedensten Menschen möchte gern eine Baugemeinschaft gründen, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen.

Am Anfang sehen alle die aufkeimenden Probleme nur durch die rosarote Brille. Aber schon bald keimen die ersten echten Konflikte auf – um Geld, Quadratmeter und Lebensart. Süffisant zeigt Lutz Hübner auf, wie mit der Zeit immer mehr Zoff um die Baupläne entsteht. Der Zuschauer hat viel Vergnügen an dieser Demontage der hehren Gemeinschaft und am Aufkeimen des reinen Egoismus. Extra für das Stück haben sich die Schattenlichter um vier neue Mitglieder erweitert.

Gespielt wurde im Großen Saal des Gemeindehauses Teltower Damm 6 in Zehlendorf-Mitte. Heute und morgen wird das Stück noch einmal aufgeführt, Karten gibt es über schattenlichter.info, falls nicht schon alles ausgebucht ist. (Fotos: CS)

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Alle Wege führen nach Zehlendorf

Berlinale, drei Generationen Thalbach oder Berliner Käsetage? Weit gefehlt: Im Februar empfehlen die Schattenlichter nur eins: die Aufführungen der Schattenlichter!

In der kommenden Woche am Donnerstag, Freitag und Samstag ist es soweit: Dann zeigen wir unser diesjähriges Stück „Richtfest“. Die Proben laufen auf Hochtouren, damit wir Euch Lutz Hübners Theaterstück optional präsentieren können.

Die Aufführungen am 21. und 22. Februar beginnen um 19:30 Uhr, am 23. Februar um 18 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse 20 Minuten vor Stückbeginn.

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Ein Haus für alle – geht das? Theatergruppe Schattenlichter spielt das Stück „Richtfest“ von Lutz Hübner

Die Theatergruppe Schattenlichter bringt ihre 37. Aufführung auf die Bühne. Entschieden haben sich die Hobby-Schauspieler für das "Richtfest" von Lutz Hübner. Im Stück will sich eine Baugemeinschaft an den Hausbau wagen und muss erkennen, dass der Weg zum Traumprojekt voller Hindernisse ist.

Die Theatergruppe Schattenlichter bringt ihre 37. Aufführung auf die Bühne. Entschieden haben sich die Hobby-Schauspieler für das „Richtfest“ von Lutz Hübner. Im Stück will sich eine Baugemeinschaft an den Hausbau wagen und muss erkennen, dass der Weg zum Traumprojekt voller Hindernisse ist. (Foto: Ulrike Martin)
Der Grundriss des gemeinsamen Hauses löst  Begeisterung bei der Baugemeinschaft aus. Sie verfliegt jedoch schnell.
Der Grundriss des gemeinsamen Hauses löst Begeisterung aus. Sie verfliegt jedoch schnell. (Foto: Ulrike Martin)

Aus: Berliner Woche für Zehlendorf
Autor: Ulrike Martin (06.02.2019)

Die eigenen vier Wände – Traum oder Alptraum? Die Geschichte einer Baugemeinschaft, die sich zum Hausbau entschließt, ist jetzt auf der Bühne im Paulus-Gemeindehaus am Teltower Damm zu sehen. Die Theatergruppe Schattenlichter haben sich für ihre 37. Aufführung das „Richtfest“ von Lutz Hübner ausgesucht.

In dem Stück geht es um sechs Parteien, die sich auf das Wagnis einlassen wollen, gemeinsam zu wohnen. Denn was der Einzelne finanziell nicht leisten kann, soll kollektiv gelingen: ein zu Haus bauen, in dem jeder der Beteiligten seine individuellen Vorstellungen umsetzen kann und glücklich wird.

So herrscht zu Beginn auch die reinste Euphorie. Architekt Philipp (Marc Roulet) stellt seinen Entwurf vor und alle sind begeistert. Sein Modell überzeugt mit viel Licht und Glas. Auch emotional scheint zwischen den nur locker bekannten künftigen Bauherren- und frauen alles im grünen Bereich. „Wir sind nicht irgendwelche Nachbarn, sondern wie eine selbst gewählte Familie“, heißt es, oder „Gemeinsam verblöden ist viel unterhaltsamer als alleine.“

Erste Risse zeigen sich aber schnell. So sagt die eher konservative Birgit (Ariane Ahlgrimm), die in der Jugendhilfe arbeitet: „Ich habe noch nie in einem Haus gewohnt, das nur aus Glas besteht.“ Das ist ihr zu offen, sie braucht Geborgenheit. Vera (Kristina Lane) und Ludger (Iver Lauermann), Professor für Soziologie und PR-Frau, outen sich ebenfalls: „Wir sind bourgeois, haben viele Bücher, brauchen feststehende Wände.“ Diese Wände geht Architekt Phiipp dann sprichwörtlich hoch. Er sieht sein Glashaus gefährdet. „Ich kann doch im ersten Stock keine Klinkerfassade einziehen.“ Als dann noch die jüngsten potenziellen Häuslebauer, der Assistenzarzt Christian (Nick-Michel Martin) und die Studentin Mila (Elise Griepe) in finanzielle Nöte geraten, weil Mila schwanger wird, ist das Chaos programmiert.

Lutz Hübner und Co-Autorin Sarah Nemitz illustrieren in „Richtfest“, was passieren kann, wenn Erwartungen und Interessen von Menschen aufeinander treffen, die aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen stammen, und dann noch finanzielle und familiäre Einschränkungen hinzukommen. So stellt sich die Frage, wie weit Solidarität und Idealismus gehen und welche Rolle der Egoismus des Einzelnen spielt.

Die Besetzung des Stückes war für die Schattenlichter, die 1985 als Konfirmandengruppe in der Paulus-Gemeinde mit Schattenspielen begannen, eine echte Herausforderung. Die achtköpfige Laienspielschar konnte nicht alle Rollen besetzen. Neue Ensemblemitglieder mussten gesucht werden. Vor allem für die Rolle des Assistenzarztes fand sich nicht so schnell ein geeigneter Kandidat. Erst beim vierten Versuch passte es. Aber alles hat sein Gutes. „Wir sind jetzt altersmäßig besser gemischt als zuvor“, sagt Elke Brumm, die seit 1986 dabei ist.

Die Aufführungen im Paulus-Gemeindehaus am Teltower Damm 4 – 8 finden am Donnerstag und Freitag, 21. und 22. Februar, um 19.30 Uhr sowie am Sonnabend, 23. Februar, um 18 Uhr statt. In den Pausen wird ein Imbiss gereicht, den die Flüchtlingshilfe des Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf organisiert.

Karten für das „Richtfest“ kosten fünf Euro. Sie sind erhältlich über ein Internetformular unter www.schattenlichter.info. Nicht abgeholte Restkarten gibt es jeweils an der Abendkasse.

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Einladung zum „Richtfest“


Noch freuen sich die Mitglieder der Baugruppe. (Foto: Frederik Ahlgrimm)

Aus: Paulus Blätter (2/2019)
Autorin: Elke Brumm

Wenn man ein Theaterstück von Lutz Hübner sieht, ist es immer wieder erstaunlich, wie vertraut einem die Charaktere erscheinen: „Genau so jemanden kenne ich auch!“, möchte man laut ausrufen. So ist es nicht überraschend, dass die Wahl für die nächste Aufführungsreihe der seit 1985 in der Paulusgemeinde aktiven Hobbytheatergruppe „Schattenlichter“
wieder auf ein Lutz-Hübner-Stück fiel: „Richtfest“.

„Richtfest“ handelt von einer Baugemeinschaft, in der sich sechs Parteien
zusammenfinden, um gemeinsam die Bauherrenschaft für ein Haus zu übernehmen. Dass die Beteiligten aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen kommen, sich vorher kaum kennen und ganz unterschiedliche Vorstellungen vom Wohnen und vom Leben haben, macht die Sache nicht leichter. Zwar wird anfangs noch ganz gesittet diniert, diskutiert und geträumt, aber schon bevor geklärt ist, ob man denn nun eine „Bau- oder eine Lebensgemeinschaft“ sei, läuft das Ding aus dem Ruder.

Es treffen die verschiedensten Erwartungen und Interessen aufeinander,
gepaart mit finanziellen, architektonischen und familiären Einschränkungen. Wie viel Idealismus, Egoismus, Solidarität und finanzielle Zwänge verträgt so ein Projekt? Und wie viel ist jeder bereit,
in das kollektive Glück zu investieren?

Lutz Hübner und Co-Autorin Sarah Nemitz arbeiten seit 2001 sehr erfolgreich zusammen. Sie sind zurzeit Deutschlands meistgespielte zeitgenössische Theaterautoren. Die Schattenlichter liegen mit ihrem Geschmack also im Trend.

Zu sehen ist „Richtfest“ am Donnerstag, 21. Februar, und Freitag, 22.
Februar, um 19:30 Uhr und am Samstag, 23. Februar, um 18 Uhr. Einlass
in den Theatersaal ist 30 Minuten vor Aufführungsbeginn. Frühzeitige Kartenreservierungen werden empfohlen – bevorzugt über ein Internetformular auf www.schattenlichter.info, wenn es nicht anders geht, aber auch per E-Mail an schattenlichter@gmx.de und telefonisch
unter (030) 84 72 49 74. Solange der Vorrat reicht, gibt es auch im
Gemeindebüro und im Trödelcafé Karten zum direkten Kauf (keine Reservierungsmöglichkeit).

Nicht abgeholte Restkarten an der Abendkasse sind so gut wie immer zu
bekommen. Der Eintrittspreis beträgt unverändert nur fünf Euro, und die
Schattenlichter sammeln am Ausgang für die Deckung der Heizkosten des elf Meter hohen Theatersaals. Einen leckeren Pausensnack bietet die Flüchtlingshilfe des Kirchenkreises.

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Von Castorf erschlagen

Heute Abend wollte niemand den Theater-Tipp schreiben: Drei von uns sind nach zweieinhalb Stunden in der Pause gegangen, drei andere haben nach vier Stunden aufgegeben, und nur einer sitzt immer noch in der Vorstellung. Ihr ahnt schon, worum es geht? Genau, die Schattenlichter waren in der auf sechs Stunden angesetzten Aufführung von „Galileo Galilei“ im Berliner Ensemble, die vor ein paar Tagen ihre Premiere hatte.

Was tun, wenn man von Frank Castorf so erschlagen ist, dass man sich zum Tippschreiben nicht mehr in der Lage sieht? Ich bitte die mit mir Geflüchteten, mir je eine Sache zu nennen, die ihnen gefallen hat. Wer keine großen Ziele erreichen kann, setzt sich eben kleine.

Schattenlicht Nr. 1 lobt das auf einer Drehbühne aufgebaute Bühnenbild, das Blicke in Galileis Forscherstätte und in andere Räume erlaubt. Nr. 2 ist speziell von Galileis Fernrohr angetan, das größer ist als in der Sternwarte auf dem Insulaner. Man kann es hoch- und runterkurbeln, und besonders motivierte Wissenschaftler klettern sogar hinein, um den Sternen noch näher zu kommen. Nr. 3 bewundert die Schauspielkünste und das Durchhaltevermögen des Hauptdarstellers: Der 86-jährige Jürgen Holtz lasst uns live am Denkprozess des Galilei teilhaben und steckt mit seiner Begeisterung für Wissenschaft und Wahrheit nicht nur seinen ebenfalls gut gespielten Schüler Andrea an, sondern auch das Publikum.

Nun drei Dinge, die uns nicht so gut gefallen haben:
Nr. 1: Der Einsatz von Live-Filmen im Theater kann belebend sein, hat aber bei dieser Inszenierung ein Ausmaß angenommen, das auf uns maßlos wirkt: Da dauert eine einzige Szene gerne mal 30 Minuten – die ganze Zeit mit schwankendem Bild, monotonen Hintergrundgeräuschen und gruseligen Nahaufnahmen.
Nr. 2: So maßlos wie die Filmszenen ist in dieser Inszenierung so ziemlich alles – es gibt immer wieder originelle Ideen, die fünf Minuten lang toll wären, aber endlos ausgewalzt werden.
Nr. 3: Oft schaut man nur auf eine Wand statt direkt auf die Schauspieler. Auch das wäre als Stilmittel mal ganz nett, aber nichts über 50 Prozent des Stücks.

Vielleicht hat Castorf ja in den letzten beiden Stunden noch das Steuer herumgerissen. Wir werden es uns vom tapfersten Schattenlicht berichten lassen!

www.berliner-ensemble.de

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„Die Lage ist ernst, sehr ernst!“

Erst vor zehn Tagen waren mehrere Schattenlichter im GRIPS Theater zur „Linie 1“. Schon gestern kehrten sie in das Theater am Hansaplatz zurück – zur öffentlichen Generalprobe von „Cheer Out Loud!

Es gibt gleich zwei gute Nachrichten! Die erste: Das Stück ist von Anfang bis Ende super. Und die zweite: Für die Vorstellungen am kommenden Freitag und Samstag, 18. und 19. Januar, gibt es noch Karten.

Verglichen mit den üblichen Generalproben der Schattenlichter verlief die gestrige im GRIPS vorbildlich: Nur ein einziges Mal war die Souffleuse zu hören, und ein Mal rief der Regisseur einen Kommentar in Richtung Bühne. Alles andere wirkte auf den Zuschauer perfekt. Da sollte bei der morgigen Premiere alles flutschen. Die Premiere wird zugleich auch die Uraufführung des Stücks von Susanne Lipp sein, das das GRIPS mit Regisseur Robert Neumann für sich adaptiert hat.

Worum geht’s? Im Zentrum der Handlung steht ein Berliner Sportverein – GRIPS-Handlung ist in der Regel lokal geprägt -, wie ihn jeder Berliner kennt – sei es in echt oder in seiner Vorurteilswelt. So ein Sportverein hat betagte Hallenwarte, die sich stark berlinernd über den Dreck der Sportler aufregen, ältliche und altmodische Vorstände mit schlimmen Brillen, strähnigen Haaren und sozialem Charakter sowie dynamische Emporkömmlinge, die den Verein zur Profilierung nutzen. All diese Typen hat das GRIPS so gut beobachtet, dass man am liebsten ständig Szenenapplaus spenden würde.

Was auch fast jeder Berliner Sportverein hat, sind Geldsorgen. Diese bringen auf der GRIPS-Bühne den gerade abgestiegenen Basketballverein dazu, sein eigentlich erfolgreiches und durchaus ansehnliches Cheerleader-Team aufzulösen. Für die Cheerleaderinnen und Cheerleader bricht die Welt zusammen, und der Vorstand ist wie gelähmt und kann immer nur lamentieren: „Die Lage ist ernst, sehr ernst!“

Da kommt einer der Cheerleaderinnen die rettende Idee: Der größte Fan des Teams, Leonie, soll in die Cheerleadergruppe aufgenommen werden. Denn dann würde es plötzlich Fördergelder hageln, weil Leonie das Down-Syndrom hat. Der Vorstand greift die Idee auf und macht ein paar – saukomische und politisch nicht korrekte – Imagefilme. Und schon sind die ersten Sponsoren da, spenden eine Rampe und rücken die ersehnte Finanzspritze rüber! Aber der Verein hat nicht mit der Trainerin und den ambitionierten Cheerleaderinnen und Cheerleadern gerechnet, die es „behindert“ finden, mit Behinderten trainieren und auftreten zu sollen. Mehr sollte nicht verraten werden …

Die Inszenierung ist mit 90 Minuten ohne Pause sehr kurzweilig gelungen – und sehr modern, mit Bühne in der Bühne, Live-Videoübertragungen und Beatboxing. Alle Achtung auch vor dem Körpergefühl mehrerer Ensemblemitglieder, die das „Rumgehopse mit bunten Puscheln“ so ambitioniert darstellen, dass so manchem der Schweiß ausbricht.

Die Schattenlichter sagen „Toi toi toi“ für die Premiere und wünschen dem Verein – ach nein, dem Stück – eine lange Lebensdauer! Wir würden uns freuen, die Neuentdeckungen des Ensembles auch in weiteren Stücken wiederzusehen.

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Im Theaterstück „Richtfest“ geht sich eine Baugruppe an die Gurgel

Aus: Tagesspiegel-Newsletter für Steglitz-Zehlendorf
Autor: Boris Buchholz (10.01.2019)

– KULTUR –

Im Theaterstück „Richtfest“ geht sich eine Baugruppe an die Gurgel. Bauen, das ist in Steglitz-Zehlendorf ein heißes (und heikles) Thema. In Lichterfelde-Süd entsteht eines der größten Neubaugebiete Berlins, an diversen Orten im Bezirk sind neue Wohnungen geplant, zum Beispiel in der Dessauer- und Fischerhüttenstraße (die aktuellen Entwürfe beider Bebauungspläne werden ab dem 14. Januar im Rathaus Zehlendorf öffentlich ausgelegt; Sie finden die Unterlagen dann auch online unter berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf). Zugleich sind Baugrundstücke für Privatleute im Südwesten Mangelware, Wohnprojekte oder Baugemeinschaften müssen lange nach ihrer „Lücke“ suchen.

Umso glücklicher sind die sechs Parteien zunächst, die sich im Theaterstück „Richtfest“ gefunden haben, um ein gemeinsames Haus zu bauen. Zwar kennen sich die Beteiligten vorher nicht und die Vorstellungen des Zusammenlebens gehen weit auseinander. Zu Beginn tauschen die Mitglieder der Baugruppe gesittet Wohnideen aus, es wird gepflegt diniert und parliert – doch dann läuft „das Ding“ aus dem Ruder. Autor Lutz Hübner stellt essentielle Fragen: Wie viel Idealismus, Egoismus, Solidarität und finanzielle Zwänge verträgt so ein Projekt? Und wie viel ist jeder bereit, in das kollektive Glück zu investieren?

Die Zehlendorfer Laien-Theatergruppe „Schattenlichter“ bringt das „Richtfest“ im Gemeindehaus der Zehlendorfer Paulusgemeinde (Teltower Damm 6) auf die Bühne – zwar erst am 21., 22. und 23. Februar, doch sind die Vorstellungen erfahrungsgemäß sehr schnell ausverkauft. Karten zu fünf Euro können Sie ab sofort bequem auf der Website schattenlichter.info bestellen.

Die Schattenlichter haben sich speziell für dieses Stück neues spielendes Personal gesucht: Vier neue Schauspielerinnen und Schauspieler ergänzen die achtköpfige Stammgruppe. „Richtfest“ ist die 37. Produktion der Schattenlichter; 1985 haben Konfirmanden der Paulus-Gemeinde die Hobbytheatergruppe begründet.

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747.600 Menschen können nicht irren

Das GRIPS-Erfolgsmusical „Linie 1“ kann man nicht oft genug sehen – das denke anscheinend nicht nur ich, sondern auch viele andere Menschen. Wie sonst wäre es zu erklären, dass heute schon die 1.869. Vorführung im GRIPS Theater am Hansaplatz gezeigt wurde? Gehen wir von einem immer ausverkauften Haus aus – denn leere Plätze habe ich bei diesem Stück noch nicht gesehen -, haben bereits 747.600 Menschen das Berlin-Musical von Volker Ludwig und Birger Heymann gesehen.

„Linie 1“ ist für mich der perfekte Auftakt eines Theaterjahres: Ein schwungvolles Ensemble mit immer wieder neuen Ideen und rasanten Kostümwechseln, eine historische Berlin-Thematik, witzige Choreografien zur Ohrwurm-Musik, eine tolle Band und ein wandlungsfähiges, authentisch wirkendes U-Bahn-Bühnenbild – da bleiben keine Wünsche offen. Heute war schön zu beobachten, wie gut die Urgesteine der „Linie 1“ – allen voran der 78-jährige Dietrich Lehmann (Respekt!) – mit den Neuzugängen des Ensembles zusammenspielen und „Berlin-Klassiker“ von 1986 immer wieder neuen Schwung verleihen.

„Wem würden Sie das Stück weiterempfehlen?“ fragte das GRIPS Theater im Anschluss an die Vorstellung mit einem Fragebogen. Meine Antwort: „Allen meinen Freunden – und jedem, der gerne ins Theater geht!“

Die morgige Vorführung ist ausverkauft, aber für den 1., 2. und 3. Februar gibt es noch Karten. Ich habe gerade gezählt: Noch 27-mal wird „Linie 1“ in dieser Spielzeit zu sehen sein. Die 1.900 wird also erst im Herbst erreicht, wenn das GRIPS auch sein 50-jähriges Bestehen gefeiert hat. Dies geschieht offenbar nicht mit einer Einzelveranstaltung, sondern mit einer gesamten Jubiläumsspielzeit. Umso besser – dann haben alle was davon!


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