Stückinfos 2020: „Barbara“

Stückinfos 2020: „Barbara“

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DDR, Sommer 1980: Barbara ist Ärztin. Sie hat einen Ausreiseantrag gestellt. Daraufhin wird sie strafversetzt: aus der Hauptstadt in ein kleines Krankenhaus tief in der Provinz, weitab von allem. Jérôme, ihr Geliebter aus der freien Welt, arbeitet an der Vorbereitung ihrer Flucht.

Barbara wartet. Die neue Wohnung, die Nachbarn, der Sommer und das Land: All das berührt sie nicht mehr. Sie arbeitet in der Kinderchirurgie unter Leitung ihres neuen Chefs André – aufmerksam gegenüber den Patienten, distanziert zu den Kollegen. Ihre Zukunft fängt später an. André verwirrt sie: Sein Vertrauen in ihre beruflichen Fähigkeiten, seine Fürsorge, seine Blicke. Warum deckt er ihr Engagement für die junge Ausreißerin Stella? Ist er auf sie angesetzt? Ist er verliebt? Barbara fürchtet, die Kontrolle zu verlieren – über sich, über ihre Pläne, über die Liebe. Der Tag ihrer geplanten Flucht steht kurz bevor.

„Barbara“ kam 2012 als Film in die deutschen Kinos – mit Nina Hoss und Ronald Zehrfeld in den Hauptrollen. Das Theaterstück erstellte Elke Brumm auf Basis des Kinofilms mit der Autorisierung des Drehbuchautors und Regisseurs Christian Petzold sowie des Produzenten Florian Koerner von Gustorf. Es wird in der Paulus-Gemeinde uraufgeführt und ist ein Beitrag zum Jubiläum „30 Jahre Mauerfall“.

Zur Stasi: Die Aufgabe der Geheimpolizei der DDR (Staatssicherheitsdienst = Stasi) war die Überwachung der eigenen Bevölkerung. Mit zuletzt 91.000 Mitarbeitern und 173.000 Spitzeln (IM = Inoffizielle Mitarbeiter) gewann sie Informationen durch Post- und Telefonkontrollen, heimliche Wohnungseinbrüche, Beobachtungen im Transitverkehr etc. Besonders hart ging die Stasi vor, wenn sie Fluchtpläne vermutete.

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