Nicht nur die Schattenlichter drehen einen Theaterfilm

Nicht nur die Schattenlichter drehen einen Theaterfilm

Um der Corona-Pandemie zu trotzen, haben sich die Schattenlichter bekanntermaßen ans Werk gemacht, einen Theaterfilm zu drehen – aber nicht nur die Schattenlichter!

Wie heute im Tagesspiegel zu lesen ist, kam auch das Weddinger Prime Time Theater auf diese geniale Idee. Das ist bemerkenswert, da die filmische Darstellung ursprünglich gerade das war, wovon sich das Prime-Time-Team abgewandt hatte: Das Konzept der Truppe war, in „Gutes Wedding schlechtes Wedding“ TV-Soap-ähnliche Szenen auf die Bühne zu bringen. Und nun geht es – dank Corona – wieder umgekehrt zurück auf die Mattscheibe beziehungsweise den Bildschirm des Laptops. Verrückte Zeiten – aber wem sagen wir das …

126 Folgen „Gutes Wedding schlechtes Wedding“ hatten es schon auf die Bühne geschafft. Die 127. ist nun unter dem Titel „Keine Zeit für Piccolo“ als Theaterfilm online zu sehen: für zwei Euro zur Miete oder drei Euro zum Kauf.

Wie bei den Schattenlichtern wurde vor allem auf der eigenen Bühne gedreht. Hinzu kamen aber auch „Szenen in rumpelnden Autos“. Ob die Schattenlichter sich davon inspirieren lassen oder ihrem Konzept treu bleiben, ausschließlich im Paulus-Gemeindehaus – irgendwo zwischen Keller und Dachboden – zu drehen, bleibt dahingestellt.  

Das Prime Time Theater hat in seinem Film Gastauftritte von beliebten Berliner Bühnenprofis wie Gayle Tufts, Nina Queer und Dieter Hallervorden. Auch die Schattenlichter greifen – angesichts 45 zu besetzender Filmrollen – auf Gäste zurück, und zwar aus dem Kreise der ehemaligen Mitspieler. Da die Gruppe nach 35 Jahren Gruppengeschichte bereits über mehr als 120 ehemalige Mitspielerinnen und Mitspieler verfügt, kein Problem. Und mancher Stammgast wird sich über ein Leinwand-Wiedersehen mit den bekannten Gesichtern freuen.

Aber noch einmal zu „Keine Zeit für Piccolo“: Versprochen wird ein „zünftiger Agententhriller“, „eine Null-Null-Nonsens-Kanonade, die im schönsten „Wo drückt denn die Adilette“-Sound zwischen Sankt Petersburg und Weddinger Wurstbude hin und her schießt“. Oha! Wir sagen nur: Alle Angaben ohne Gewehr.

Der Tipp der Schattenlichter: Wer es auch mal trashig mag, am besten gleich heute zur Prime Time den Film herunterladen!

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Autor: Elke Brumm

Elke Brumm ist das dienstälteste Schattenlicht. Bei der allerersten Aufführung im Weihnachtsgottesdienst 1985 in der Pauluskirche war sie noch Zuschauerin, aber schon beim zweiten Stück war sie aktiv dabei - und ist es bis heute geblieben. Neben den spielerischen Aktivitäten ist Elke Brumm das organisatorische Rückgrat der Schattenlichter; die studierte Theaterwissenschaftlerin und Germanistin (FU Berlin) macht für die Schattenlichter auch die Pressearbeit und die Programmhefte. Seit 2015 schreibt sie ungefähr einmal monatlich einen Theater-Tipp für den Freundeskreis der Schattenlichter, denn da die Schattenlichter immer nur im Februar spielen, muss man schließlich auch im restlichen Jahr wissen, wo man kurzweilige und inspirierende Theaterabende verbringen kann.

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