Tränen, Theater, Tumult

Tränen, Theater, Tumult

Morgen erscheinen im Tagesspiegel Erinnerungen von Zeitzeugen an den Mauerfall vor 30 Jahren. Wie schon der Titel des Artikels erahnen lässt, sind die Schattenlichter mit einem kleinen Bericht von Elke Brumm gleich an zweiter Stelle dabei.

Hier der Text:

Mit der Zehlendorfer Theatergruppe Schattenlichter hatten wir am 9. November 1989 eine Premiere. Wir spielten im Paulus-Gemeindehaus am Teltower Damm um 20 Uhr „Kein Krieg in Troja“ von Jean Giraudoux. In der Pause erzählte jemand, er habe im Radio gehört, dass die Mauer offen sei. Wir sagten nur „Aha“, hatten aber den Kopf mit unserer Theateraufführung voll. Erst als wir fertig gespielt hatten und nach Hause gingen, erfuhren wir von unseren vor dem Fernseher sitzenden Eltern die Neuigkeiten richtig. Am nächsten Tag hatten wir die ersten Zuschauer aus Potsdam und Kleinmachnow im Publikum – auf dem Teltower Damm geworben und zu freiem Eintritt eingeladen. Anschließend gingen wir auf die Glienicker Brücke, wo wir uns aber schon bald aus den Augen verloren. Es war ja sooo voll!
(Elke Brumm)

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Autor: Elke Brumm

Elke Brumm ist das dienstälteste Schattenlicht. Bei der allerersten Aufführung im Weihnachtsgottesdienst 1985 in der Pauluskirche war sie noch Zuschauerin, aber schon beim zweiten Stück war sie aktiv dabei - und ist es bis heute geblieben. Neben den spielerischen Aktivitäten ist Elke Brumm das organisatorische Rückgrat der Schattenlichter; die studierte Theaterwissenschaftlerin und Germanistin (FU Berlin) macht für die Schattenlichter auch die Pressearbeit und die Programmhefte. Seit 2015 schreibt sie ungefähr einmal monatlich einen Theater-Tipp für den Freundeskreis der Schattenlichter, denn da die Schattenlichter immer nur im Februar spielen, muss man schließlich auch im restlichen Jahr wissen, wo man kurzweilige und inspirierende Theaterabende verbringen kann.

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