Kaminer liest Corona

Kaminer liest Corona

Heute wollen wir Euch ins geschlossene BKA-Theater locken. Dort war Wladimir Kaminer heute mit einer wie immer äußerst kurzweiligen und originellen Lesung zu erleben – Corona-bedingt ohne Publikum vor Ort, aber im Live-Stream.

In einer knappen Stunde präsentierte er einen neuen Text, den er nach eigenem Bekunden noch niemandem vorgelesen hatte, da er ihn soeben erst fertiggeschrieben hatte.

Bedenkt man, wie aktuell der Inhalt ist, kann man diese Aussage durchaus ernstnehmen. Damit ist Kaminer der erste Autor, vom dem die Schattenlichter etwas über Corona lesen beziehungsweise vorgelesen bekommen. Im Mittelpunkt des Textes steht eine Dienstreise Kaminers Anfang Mai – topaktuell also – mit negativem Corona-Test und Systemrelevanzbegründung nach Österreich, wo er eine Reportage über … nein, das dürfen wir hier eigentlich noch nicht verraten. Gespoilert wird nicht! Seht es Euch an!

Wladimir Kaminer ist ein deutscher Schriftsteller und Kolumnist, der in Moskau geboren wurde und 1990 als junger Erwachsener nach Deutschland kam – wunderbar leicht verfilmt als „Russendisko“ mit Matthias Schweighöfer (Ohrwurmverdächtig: „Super-super-supergut!“). Kaminers Erzählbände „Militärmusik“ und „Russendisko“ machten ihn auch außerhalb Deutschlands bekannt. Bei den Schattenlichtern sind seine Lesungen – beispielsweise auf der Freiluftbühne Spandau – und seine Bücher „Ausgerechnet Deutschland“, „Mein Leben im Schrebergarten“ und „Die Krezfahrer“ besonders beliebt. Kaminer schreibt seine Texte in deutscher Sprache und nicht in seiner Muttersprache Russisch.

Bevor wir Euch den Link zur heutigen Lesung verraten, sei noch darauf hingewiesen, dass natürlich auch Kaminer sämtliche Leseauftritte Corona-bedingt absagen musste und dass auch das BKA-Theater geschlossen ist. Spenden sind auf bka-theater.de möglich – auch gegen Spendenbescheinigung.

Live dabeizusein lohnt sich übrigens immer. Bei Kaminer waren heute live Bild und Ton deckungsgleich; in dem nun zu sehenden Film gibt es da leider Abweichungen. Der Text wird dadurch aber nicht schlechter – versprochen!

www.facebook.com/watch/live/?v=698454137555138&notif_id=1591382772427082&notif_t=live_video

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Autor: Elke Brumm

Elke Brumm ist das dienstälteste Schattenlicht. Bei der allerersten Aufführung im Weihnachtsgottesdienst 1985 in der Pauluskirche war sie noch Zuschauerin, aber schon beim zweiten Stück war sie aktiv dabei - und ist es bis heute geblieben. Neben den spielerischen Aktivitäten ist Elke Brumm das organisatorische Rückgrat der Schattenlichter; die studierte Theaterwissenschaftlerin und Germanistin (FU Berlin) macht für die Schattenlichter auch die Pressearbeit und die Programmhefte. Seit 2015 schreibt sie ungefähr einmal monatlich einen Theater-Tipp für den Freundeskreis der Schattenlichter, denn da die Schattenlichter immer nur im Februar spielen, muss man schließlich auch im restlichen Jahr wissen, wo man kurzweilige und inspirierende Theaterabende verbringen kann.

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