Prinz Hamlet lebt im Wedding

Prinz Hamlet lebt im Wedding

Der dritte Theaterbesuch der Schattenlichter im Dezember ist sicherlich der volksnahste: Er führte fünf Schattenlichter zum Prime Time Theater in der Weddinger Müllerstraße, der Brutstätte von GUTES WEDDING, SCHLECHTES WEDDING (GWSW).

GWSW ist die weltweit einzige Theater-Sitcom. Seit 2003 hat sie sich zum Publikumserfolg entwickelt – mit Geschichten aus dem Herzen Berlins über Generationskonflikte, Selbstfindung, Dönerbuden-Lifestyle und Beziehungen aller Art. In diesen Tagen startet die 125. Folge.

Die Schattenlichter sahen allerdings diesmal keine Folge von GWSW, sondern eine Sonderproduktion: „Hamlet – Problemprinz aus dem Wedding“. Wie die GWSW-Folgen spielt auch Hamlet im Wedding, und die Prenzelberger sind die erbitterten Feinde. Die Handlung ist aus Hamlet oder auch aus dem „König der Löwen“ bekannt: Hamlets Vater ist verstorben, und nun ist Hamlets Onkel der neue Herrscher im Königreich Wedding – und zugleich der neue Mann an der Seite von Hamlets Mutter. Hamlet muss nun seinen Erzeuger rächen, das Verhältnis zu seiner Mutter klären und zu guter Letzt noch das gesamte Königreich Wedding vor den gierig gentrifizierenden Prenzelbergern retten!

Die tragische Geschichte erhält viele höchst komische Elemente; da lacht sicherlich auch Shakespeare im Jenseits schallend. Alleine schon, zu welchen Waffen Weddinger greifen, um sich gegen Prenzelberger zur Wehr zu setzen, ist den Besuch wert und zweifelsohne kurzweiliger als die Vorlage von 1601/02!

Aber Details sollten nicht verraten werden. Viel besser ist es, sich das Stück selbst anzusehen: Noch am 28. und 29. Dezember 2019 und vom 3. bis zum 5. Januar 2020 gibt es die Gelegenheit dazu.

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Autor: Elke Brumm

Elke Brumm ist das dienstälteste Schattenlicht. Bei der allerersten Aufführung im Weihnachtsgottesdienst 1985 in der Pauluskirche war sie noch Zuschauerin, aber schon beim zweiten Stück war sie aktiv dabei - und ist es bis heute geblieben. Neben den spielerischen Aktivitäten ist Elke Brumm das organisatorische Rückgrat der Schattenlichter; die studierte Theaterwissenschaftlerin und Germanistin (FU Berlin) macht für die Schattenlichter auch die Pressearbeit und die Programmhefte. Seit 2015 schreibt sie ungefähr einmal monatlich einen Theater-Tipp für den Freundeskreis der Schattenlichter, denn da die Schattenlichter immer nur im Februar spielen, muss man schließlich auch im restlichen Jahr wissen, wo man kurzweilige und inspirierende Theaterabende verbringen kann.

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